Hartwig Schütt


Wo die Nordseewellen spülen an den Strand...
... da ist seine Heimat, da ist er zuhaus'.
Hartwig Schütt wurde am 17.01.1943 in Cuxhaven geboren und bis heute ist der gelernte Elektroinstallateur seiner Heimatstadt treu geblieben, wo er und seine Frau Doris in ihrem Haus in der Innenstadt leben, unweit der "Alten Liebe", dem historischen Schiffsanleger im Hafen.


Zur Fuchsienzucht kam Hartwig Schütt erst spät, obwohl er sich schon als Kind für das Gärtnern interessierte. "In den Gewächshäusern in der Nähe des Kleingartens meiner Eltern war es für mich immer viel interessanter, als meinen Eltern in ihrem Garten zu helfen." sagt Hartwig, der nun selbst seit über vierzig Jahren aktiver Kleingärtner ist, wo es auf seiner Parzelle schon immer so manche Fuchsienbäumchen oder Hängeampeln zu bewundern gab. Nicht zuletzt dank seiner Frau Doris, die als Floristin gern das eine oder andere farbenfrohe Blumenbeet gestaltete.

Die richtige Fuchsienleidenschaft packte ihn allerdings erst 1998 als er bei einer Ausstellung in Hückeswagen und einem Besuch der Gärtnerei Heinke deren Vielfalt und Artenreichtum entdeckte.

Im gleichen Jahr lernte er in der Fuchsiengärtnerei Kuhlmann Herrn Strümper kennen, der ihm von seinen Züchtungen erzählte und ihm Mut machte es selbst zu versuchen. Seither stand dieser ihm, gerade in der Anfangszeit, mit Rat und Tat zur Seite.
Bereits ein Jahr später zierten die ersten eigenen Neuzüchtungen seinen Garten, darunter `Pepeline` (1999), `Selmani` (1999) und `Cuxi` (1999).
Von diesen ersten Erfolgen angespornt folgten schnell weitere Züchtungen, wie `Lisbeth Strücker` (2000), `Alt-Hamborn` (2001) und `Wattenpost` (2002) um nur einige zu nennen. Seither sind jedes
Jahr etliche Neuzüchtungen zu selektieren, deren Prüfung auf gute Kultureigenschaften in Zusammenarbeit mit dem professionellen Gartenbaubetrieb Breuckmann, Plettenberg/Sauerland geschieht.

Wer heute in den Sommermonaten die Familie Schütt in Cuxhaven besucht, kann schon in der Einfahrt zu ihrem Haus die ersten Pflanzen bewundern, doch wer den kleinen Hinterhof betritt, wird schier überwältigt von der Farbenpracht unter dem in allen fuchsienfarben schillernden Blätterdach.
Fuchsien wohin man blickt. Mancher fragt sich, wie es möglich ist auf so begrenztem Raum solch eine Vielzahl an Pflanzen zu arrangieren. Und man kann nur erahnen, wie viel Mühe und Hingabe hierzu notwendig sind. Doch wer sich umsieht, gesteht sich schnell ein, es hat sich gelohnt.
Und jeder der mag, kann sich ein eigenes Bild davon machen, denn der Garten kann gern nach Lust und Laune und vorheriger Anmeldung von jedem Interessenten besichtigt werden.
Und wer dazu persönlich keine Gelegenheit hat, kann im Internet Hartwigs Web-Seite anschauen, wo man einige besonders schöne Fuchsienfotos und so manche seiner eigenen Züchtungen bewundern kann.
Auf dieser Internetseite erfährt man auch Neuigkeiten, Termine und Aktivitäten, den Freundeskreis zwischen Elbe- und Wesermündung betreffend, den Hartwig Schütt im Jahre 2000 gemeinsam mit den Familien Beckmann, Grabsch und Hoffmüller ins Leben gerufen hat und somit die Fuchsienbegeisterten des hohen Nordens endlich einen Heimathafen für sich und ihr Hobby unter dem Dach der DFG haben. Ein Besonderer Dank gilt hier Herrn Strücker der nicht nur in dieser Zeit stets hilfreich und sachverständig zur Seite stand.
Seither engagiert Hartwig Schütt sich dafür, anderen Fuchsieninteressierten seine Passion näher zu bringen. Sei es durch das Organisieren von Freundeskreistreffen, Ausstellungen, Gärtnereibesichtigungen oder den einfachen Plausch über den nachbarlichen Gartenzaun.

Stefan Schütt