Der Neembaum

Meine langjährigen Erfahrungen mit Neem-Produkten

Bei der Suche nach einem Spritzmittel gegen beißende und saugende Schadinsekten, das für Menschen und andere Warmblüter nicht giftig ist, habe ich vor mehr als 10 Jahren das erste Mal Neemöl ausprobiert. Damals gab es noch keinen Emulgator und so blieb der Erfolg aus.

1997 bin ich auf Rimulgan als Emulgator gestoßen und habe Rimulgan und Neemöl gekauft.

Im Jahr 1999 bin ich auf die Firmen Trifolio und Neemhandel aufmerksam geworden und habe zunächst das Mehltaukombipack bestellt und angewendet. Wegen der etwas aufwendigen Herstellung der Spritzbrühe habe ich mir im Jahr 2000 NeemAzal von Trifolio beschafft. Aus Kostengründen habe ich mich in den Folgejahren wieder für die Kombipacklösung entschieden.

Gespritzt wurden vorwiegend Fuchsien, aber auch Geranien, Lobelien, Rudbeckien, Buntnesseln und Tomaten.

Die angewendete Konzentration für weichblättrige Pflanzen auf 1 Liter Wasser: 4 ml Neemöl, 1 ml Rimulgan als Emulgator und 2,5 g Mehltausalz.

Diese Konzentration wird auch von Jungpflanzen und Stecklingen vertragen. Bei der Herstellung der Spitzbrühe sollte cirka 30 °C warmes Wasser verwendet werden, um eine gleichmäßige Emulsion zu erzielen.

Für hartblättrige Pflanzen, z. B. Rosen, Wein, Obstbäume und Ziersträucher verwende ich auf

1 Liter Wasser 8 ml Neemöl, 2 ml Rimulgan und 10 g Mehltausalz.

Bekämpft wurden: Weiße Fliege, Blattläuse, Spinnmilben und Zikaden.

Hinsichtlich der Wirkungsweise habe ich festgestellt, dass Schädlinge, die mit der Spitzbrühe in Berührung gekommen sind sofort absterben. Für die übrigen Schädlinge wird das zutreffend sein, was in verschiedenen Publikationen beschrieben wird. Sie fressen nicht mehr, sind träge und nicht mehr vermehrungsfähig. Die Weiterentwicklung der Larven wird gehemmt. Eine Wiederholungsspritzung halte ich bei Weißen Fliegen für unbedingt erforderlich. Auch müssen die Blattunterseiten benetzt sein.

Ich hoffe auf das Überspringen meiner Neembegeisterung auf andere Pflanzenliebhaber. Herr Fette, Fuchsienfreund aus Springe, ist seit 4 Jahren dabei. Im Jahr 2006 könnten es noch mehr werden.

Meine Bezugsquelle:
Niem-Handel Gerald Moser,
Waldstr.3
Tel. (0 62 58) 94 95 55,
Fax (0 62 58) 94 95 57

Email: kontakt@niem-handel.de
Web:
www.niem-handel.de

Herbert Lorenz,
Hameln,
Tel. 0515128850

 

Der Niembaum (auch Neembaum)

In der altindischen Gelehrtensprache Sanskrit bedeutet Niem „Heilspender und Krankheitserleichterer". Der Niembaum (Azadirachta indica, auch Antelacea azadirachta) gehört zu den Mahagonigewächsen. Er stammt aus Burma und Indien, wächst heute überall im tropischen Asien, in Westafrika und einigen Ländern Südamerikas. Der immergrüne Niembaum trägt gefiederte Blätter und weiße Blüten. Die olivengroßen Niemfrüchte werden von Juli bis Dezember geerntet. Der Baum wächst schnell und wird bis 30 Meter hoch. Dank seiner langen Pfahlwurzeln wächst er auch in extrem trockenen Gebieten. Er spendet selbst in Wüstengebieten noch Schatten.

Viele Arten gedeihen auch in den feuchten Tropen, wie der Riesen-Niembaum (Azadirachta exelsa) auf den Philippinen, der bis zu 50 Meter hoch wird und extrem starke Wirkstoffe bildet.

Aus Flora 9/99