Test Blumenerden




In der Zeitschrift „Ökotest" Nr. 4/April 2012 wurden unter dem Titel: „Der Gärtner ist immer der Mörder" 10 torffreie Blumenerden getestet. Der etwas reißerische Titel bezieht sich auf die Abtorfung von Mooren, nicht nur in Deutschland und den daraus entstehenden Folgen für Klima und Umwelt. Auf Kritik stieß vor allem der Gehalt von Schwermetallen, insbesondere Cadmium, in den Erden von „Compo Bio Unniversal-Erde torffrei" ; „Neudorff Neudohum Blumenerde torffrei" und „Pantiflor Blumenerde Torffrei". Allerdings ist eine Gesundheitsgefährdung bei Blumenerden nicht gegeben, wenn sie nicht für die Kultur von Gemüse benutzt wird. Als „Gut" wurden folgende Produkte gewertet: Obi Living Garden Torffreie Blumenerde; Ökohum Bio Universalerde ohne Torf; Schöner Garten Bio-Blumenerde ohne Torf. Als „Befriedigend" die Produkte: Florasan Premium Bioerde Torffrei; Substral Naturen Blumenerde ohne Torf. Da torffreie Erden zum großen Teil aus Grünkompost bestehen, ist vor allem der Stickstoffgehalt dieser Erden sehr großen Schwankungen unterworfen. Das ist bedingt durch den noch stattfindenden Zersetzungsprozess und auch abhängig von der Umgebungstemperatur und der Lagerzeit der Erden. Bei diesen Erden ist mit einem zu geringen Stickstoffgehalt zu rechnen. Auch im Fernsehen wurden Blumenerden untersucht. Die Sendung „hart aber fair" im ARD und „markt-scanner" auf WDR kam zu dem Ergebnis, dass die teuerste Blumenerde nicht unbedingt die Beste ist. Es wurden acht zum Teil torfhaltige Erden untersucht. Auch hier bekam die Blumenerde von Obi eine gute Note, hatte aber zu geringe Nährstoffwerte und einen zu hohen pH-Wert. Dagegen war die „ Compo Sana Blumenerde" ausreichend mit Nährstoffen versorgt, hatte aber einen hohen Cadmium-Wert. Der Produzent versicherte aber, dass durch einen Lieferantenwechsel, dieses Problem gelöst sei. Auch der als ideal eingestufte pH-Wert 6 wurde neben den Erden von Hornbach und Dehner eingehalten. Zu hohe pH-Werte und eine zu niedrige Nährstoffkonzentration wurden bei Erden von Obi, Penny und Rewe festgestellt.

Karl-Heinz Saak